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99 Gesetze

Die 99 Gesetze wurden im Jahre 233 v.Hal in Keft offenbart. Sie bilden die Verhaltensgrundlage für den Rastullah-Glauben.

  • 1. Der Gottgefällige zählt getreulich die Tage, damit er gewiss die sieben vom achten und neunten zu trennen versteht.
  • 2. Der Gottgefällige schafft mit Fleiß an jedem der sieben Tage.
  • 3. Der Gottgefällige erinnert sich des großen Frevels am achten Tag. Zorn und Trauer erfüllen ihn ganz und hindern ihn an Arbeit und Essen. Der Gottgefällige nimmt nur Wasser, auch Wein, aber nur in Maßen, zu sich.
  • 4. Der Gottgefällige erinnert sich der großen Freude am neunten Tag. Er feiert ihn voll stiller Zufriedenheit.
  • 5. Der Gottgefällige zählt nach dem neunten Tage wiederum den ersten und beginne dies am Tag Seines Erscheinens. Er unterbricht es an nur fünf Tagen im Jahr, welches vierzig mal neun plus fünf Tage zählt.
  • 6. Der Gottgefällige verspürt nach acht mal neun Tagen Seinen Atem und trachtet danach Ihm nahe zu sein.
  • 7. Der Gottgefällige gedenkt nach weiteren acht mal neun all seinen Schwüren und Eiden. Er legt besonderen Wert darauf sie in Ehren zu halten.
  • 8. Der Gottgefällige hemmt nach wiederum acht mal neun Tagen nicht seinen Zorn auf alle Ungläubigen oder denjenigen, die seine Ehre verletzten oder Ihn frevelten.
  • 9. Der Gottgefällige ruht nach den nächsten acht mal neun Tagen von Sonnenauf- bis Untergang und preist in der Stille und Ruhe Seine Gnade und Weisheit.
  • 10. Der Gottgefällige feiert nach weiteren acht mal neun Tagen, am Ende des Jahres, zu Seinen Ehren und freut sich über all das Schöne in der Welt, die Er erschaffen hat.
  • 11. Der Gottgefällige lässt Seiner Schöpfung den nötigen Respekt zuteil werden.
  • 12. Der Gottgefällige hütet in Seinem Namen die gesamte Schöpfung, auf dass sie niemand zerstört oder in ihrer Schönheit beeinträchtigt.
  • 13. Der Gottgefällige darf sich durch Seine Schöpfung nähren, jedoch nur mit Bedacht.
  • 14. Der Gottgefällige speist nichts, was mehr als sechs Beine hat.
  • 15. Der Gottgefällige speist nichts, was vier, fünf oder sechs Beine und auch Flügel hat.
  • 16. Der Gottgefällige speist nichts, was lange Ohren und eine Schuppenhaut trägt und im Wasser lebt.
  • 17. Der Gottgefällige speist keine Nebelkrähe und keine Sandkrähe, auch die Rohrdommel nicht, den Lämmer und den Bartgeier, die Fledermaus und den Sturzpelikan.
  • 18. Der Gottgefällige speist keine gefiederten Wesen, die gespaltene Hufe haben.
  • 19. Der Gottgefällige speist nicht vom eigenen Pferd, Kamel oder Maultier und nicht vom Pferd oder einem anderen Reittier des Freundes oder Vaters.
  • 20. Der Gottgefällige speist nicht vom Maulwurf, auch nicht von der gelbpelzigen Art, die im Khoram-Gebirge haust.
  • 21. Der Gottgefällige kleidet sich in weite und luftige Gewänder.
  • 22. Der Gottgefällige sieht zu, dass sein Gewand ihn vor Wind und Sand schützt.
  • 23. Der Gottgefällige lässt seinen Geist und seinen Körper nicht von der Last einer schweren Rüstung verkommen.
  • 24. Der Gottgefällige speist nicht von Teller, Platte, Napf oder Schüssel, die ein Ungläubiger berührt oder gar angefertigt hat.
  • 25. Der Gottgefällige wählt stets den Weg, der Ihm Wohlgefallen bereitet.
  • 26. Der Gottgefällige wählt stets das Wort, das Ihm Wohlgefallen bereitet.
  • 27. Der Gottgefällige zügelt seine Neugierde, wenn eine Gefahr offensichtlich ist.
  • 28. Der Gottgefällige ist sich stets der gefährlichen Versuchung durch Götzen und Dämonen bewusst.
  • 29. Der Gottgefällige kriecht nicht vor Angst im Sand, wenn ihm Widernatürliches und Unbekanntes widerfährt.
  • 30. Der Gottgefällige erahnt durch Seine Gunst im voraus, was ihm an Gefahren widerfährt.
  • 31. Der Gottgefällige ist im Kampfe stets schnell und wendig.
  • 32. Der Gottgefällige fühlt Seinen Hauch im Kampf und läßt sich von Seiner Hand führen.
  • 33. Der Gottgefällige folgt den Eingebungen, die Er ihm zukommen läßt.
  • 34. Der Gottgefällige gibt diese Eingebungen an seine Brüder und Kampfgefährten weiter, auf dass auch sie Sein Wort vernehmen.
  • 35. Der Gottgefällige prüft jeden Gedanken auf den Einfluss alles Schändlichen.
  • 36. Der Gottgefällige befleißigt sich der Sanftmut an allen neun Tagen in allen Gottesnamen im Jahreslauf.
  • 37. Der Gottgefällige behandelt sein Pferd, seine Frauen und seine Töchter gut, so sie ihm treu und ergeben sind.
  • 38. Der Gottgefällige ehrt und liebt seine Sippe und seine Kampfgefährten.
  • 39. Der Gottgefällige lässt seine Freunde und Kampfgefährten nie im Stich, auf dass er sich auch ihrer Hilfe in der Not versichern kann.
  • 40. Der Gottgefällige steht seinen Kampfgefährten und seiner Sippe auch dann treu zur Seite, wenn sein Leben gefährdet ist.
  • 41. Der Gottgefällige hemmt niemals seinen Zorn, wenn seine Ehre verletzt, gekränkt oder gar in Frage gestellt wurde.
  • 42. Der Gottgefällige gibt seinem Zorn freie Bahn, wenn die Ehre eines Freundes, seines Vaters, seines Sohnes, seines Pferdes oder seiner Frau oder Tochter, abgeschnitten, gekränkt oder in Frage gestellt wurde.
  • 43. Der Gottgefällige ist seiner Sippe und seinen Kampfgefährten im Kampf um deren Ehre dienlich, denn es ihre Ehre ist auch die seine.
  • 44. Der Gottgefällige zügelt seinen Zorn, wenn die gerechte Rache geübt worden ist.
  • 45. Der Gottgefällige zügelt seinen Zorn, wenn der Rat der Älteren seine Ehre als wiederhergestellt ansieht.
  • 46. Der Gottgefällige zügelt seinen Zorn, wenn sein Feind zu ihm tritt und um die gerechte Strafe auf sich zu nehmen.
  • 47. Der Gottgefällige legt Zeugnis ab vor den Älteren, dass seine Ehre nach deren Einschränkung wiederhergestellt wurde und ist sich bewusst, dass erst dann auch vor Ihm seine Ehre vollkommen ist.
  • 48. Der Gottgefällige wird für Ihn auch seinen wertvollsten Besitz opfern, so dies nötig ist.
  • 49. Der Gottgefällige wird nie seinen Glauben oder seine Ehre opfern.
  • 50. Der Gottgefällige trachtet stets danach, Seinen Ruhm zu mehren.
  • 51. Der Gottgefällige trachtet stets danach, Seine Macht auszudehnen.
  • 52. Der Gottgefällige trachtet stets danach, in allem Seine Herrlichkeit zu erkennen.
  • 53. Der Gottgefällige trachtet stets danach, auch andere Seine Herrlichkeit erkennen zu lassen.
  • 54. Der Gottgefällige trachtet stets danach, dass Sein Ruhm und Seine Herrlichkeit nicht eingeschränkt oder in Frage gestellt werden.
  • 55. Der Gottgefällige trachtet stets danach, dass Seine Gesetze nicht in Vergessenheit geraten oder in ihrem Sinn verändert werden.
  • 56. Der Gottgefällige lässt die Ungläubigen im Kampf Seine Macht und Seine Kraft erkennen.
  • 57. Der Gottgefällige lässt ab vom Ungläubigen, so dieser Seine Herrlichkeit und Kraft in vollem Ausmaß erkannt haben.
  • 58. Der Gottgefällige bekämpft jeden umso erbitterter, der vom rechten Glauben abgekommen ist.
  • 59. Der Gottgefällige ist stets auf der Hut vor Verrätern, Heuchlern und Häretikern.
  • 60. Der Gottgefällige prüft den Glauben eines jeden Fremden, bevor er diesen in seine Mitte aufnimmt.
  • 61. Der Gottgefällige urteilt nach dem Glauben eines Fremden und lässt sich nicht vom Äußeren verwirren.
  • 62. Der Gottgefällige meidet die Frauen und wechselt mit ihnen weder Worte noch Blicke - sofern sie nicht in den Ehebund mit ihm getreten sind.
  • 63. Der Gottgefällige meidet die Ungläubigen und wechselt mit ihnen weder Worte noch Blicke.
  • 64. Der Gottgefällige meidet die ungläubigen Frauen; sie seien ihm ein besonderer Gräuel.
  • 65. Der Gottgefällige meidet die Prediger der falschen Götzen und lässt sich nicht von ihren falschen Zungen verführen.
  • 66. Der Gottgefällige wandert mit äußerster Vorsicht durch das Land der Ungläubigen und versichert sich stets Seiner Obhut.
  • 67. Der Gottgefällige bekämpft das Echsengezücht, das der Gottechse dient, stets mit aller Kraft und ohne jede Gnade.
  • 68. Der Gottgefällige sieht mit Abscheu auf die Götzen der Echsen herab und trachtet stets danach ihren schändlichen Einfluss zu mindern.
  • 69. Der Gottgefällige meidet alle Geister, die dem Bösen dienen und er bekämpft sie mit schierem Glauben.
  • 70. Der Gottgefällige meidet ebenso alles Dämonische und hört nicht auf dessen Einflüsterungen, die nur Lästerliches verkünden.
  • 71. Der Gottgefällige weiß, dass er in höherer Achtung bei Ihm steht als die Ungläubigen.
  • 72. Der Gottgefällige weiß, dass er sich trotzdem im Kampf gegen die Ungläubigen bewähren und beweisen muss.
  • 73. Der Gottgefällige dankt Ihm für jede Möglichkeit seinen Mut und seinen Glauben zu beweisen.
  • 74. Der Gottgefällige schreckt nie davor zurück, seinen Mut und seinen Glauben vor Ihm zu beweisen.
  • 75. Der Gottgefällige prüft seinen eigenen Glauben, um ihn nie schwach werden zu lassen.
  • 76. Der Gottgefällige lässt seinen Glauben von seiner Sippe und seinen Kampfgefährten überprüfen, aus dass sie ihn stets zu Gottgefälligkeit ermahnen.
  • 77. Der Gottgefällige stärkt Geist und Körper durch Gebet und Kampf.
  • 78. Der Gottgefällige macht seinen Geist stark im Glauben.
  • 79. Der Gottgefällige macht seinen Körper stark im Kampf für den Glauben.
  • 80. Der Gottgefällige übt auch den Kampf ohne Waffen.
  • 81. Der Gottgefällige lässt seinen Körper im Kampf ohne Waffen zur Waffe werden.
  • 82. Der Gottgefällige misst sich mit seinen Kampfgefährten, versucht aber nie, diese zu töten.
  • 83. Der Gottgefällige schreckt nicht davor zurück gegen jeden Gegner auch ohne Waffen zu bestehen.
  • 84. Der Gottgefällige wendet im Kampf ohne Waffen nur die drei mal neun Ihm gefälligen Griffe an und versucht nicht mit unlauteren Mitteln, den Sieg an sich zu reißen.
  • 85. Der Gottgefällige sucht auch beim Kampf im Gebet Seine Nähe.
  • 86. Der Gottgefällige lässt gläubigen Gefallenen die nötige Ehre zuteil werden.
  • 87. Der Gottgefällige sieht zu, dass Gefallene in Seiner Schöpfung aufgehen können.
  • 88. Der Gottgefällige pflegt auch das Gebet unter Anleitung eines Älteren oder eines Seiner innigsten Diener.
  • 89. Der Gottgefällige pflegt das Gebet wenn sich die Sonnenscheibe erhebt und wenn sie sich unter die Welt senkt.
  • 90. Der Gottgefällige pflegt das Gebet beim höchsten Stand der Sonne und wenn die halbe Zeit zwischen Untergang und Dämmerung verstrichen ist.
  • 91. Der Gottgefällige sieht Ihm beim Gebet direkt ins Angesicht und offenbart Ihm dabei stets seinen ganzen Geist.
  • 92. Der Gottgefällige weiß, dass er Ihn nie in Seiner Gesamtheit erfassen geschweige denn begreifen kann.
  • 93. Der Gottgefällige bittet Ihn um Vergebung, wenn er gesündigt haben sollte und versucht Ihm bei seiner Buße nahe zu sein.
  • 94. Der Gottgefällige ist nicht würdig, auch nur ein Haar von Rastullahs Leib anzubeten.
  • 95. Der Gottgefällige meidet jede Zauberei und Magie, denn sie ist Ihm zuwider.
  • 96. Der Gottgefällige meidet jeden Vertreter der Zunft der Magier, denn sie handeln Seinen Gesetzen zuwider.
  • 97. Der Gottgefällige nimmt sich in besondere Acht vor den Hexenweibern, denn sie verderben seinen Geist.
  • 98. Der Gottgefällige widmet sich keinen dunklen Ritualen oder Opferungen, denn sie dienen Seinen Feinden.
  • 99. Der Gottgefällige bemüht sich stets ein jedes der 99 Gesetze ständig im Geiste zu haben.

Anmerkung

Diese Version der 99 Gesetze des Rastullah-Glaubens ist nicht offiziell. Zwar sind alle offiziell erwähnten Gesetze enthalten, doch wurden die Fehlenden möglichst passend ergänzt.

Die Auslegung dieser Gesetzte ist ziemlich umstritten. Es haben sich soweit vier verschiedene Glaubensschulen gebildet, die manche Gesetze auf durchaus unterschiedliche Weise interpretieren.
Z.B. Gesetz 95. Der Gottgefällige meidet jede Zauberei und Magie, denn sie ist Ihm zuwider.
Eine andere Übersetzung besagt, das der Gottgefällige jede echsische Zauberei und Magie meiden soll.
Die Zauberschule des Kalifen in Mherwed erforscht daher, bei welcher Magie es sich um „echsische Magie“ und bei welcher um „reine Magie“ handelt. So wird in Mherwed der Stabzauber, mit dem ein Magier seinen Stab in eine Schlange oder ein Chamaeleon verwandeln kann nicht gelehrt.
Die Pentagramm Akademie in Rashdul beruft sich auf ihr urtulamidisches Erbe und darauf das die Magie der alten Tulamiden wohl kaum echsischer Natur sei.

 
99_gesetze.1302181402.txt.gz · Zuletzt geändert: 07.04.2011 15:03 von felandrion
 
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