Magier

Magier sind „studierte Magiewirker“. Sie sind Gelehrte die Magie an Akademien oder von Lehrmeistern, in jedem Falle aus vielen Büchern erlernt haben. Magier sind die einigen legal organisierten Magiewirker und haben sich in vielen Ländern Sonderrechte erstritten. Sie unterliegen in den meisten Ländern einer eigenen Gerichtsbarkeit und haben auch ein eigenes Gesetzbuch. Die meisten Magier sind Mitglied in einer der drei Magiergilden, die sich sehr stark in Philosophie und Lehrfreiheit unterscheiden. Gildenlose Magier bekommen häufig Steine in den Weg gelegt (z.B. kein Zugang zu den Magierbibliotheken).

Die Gilden

Die Weiße Gilde

Der Bund des Weißen Pentagramms ist die von Volk und Staat anerkannteste Gilde. Dies liegt auch und vor allem an der strikten Einhaltung der Magiergesetze sowie der Einschränkung der Lehrinhalte. Die Gilde verbietet jegliches „Spielen mit außerderischen Wesenheiten“ womit die Beschwörung von [Elementaren], [Geistern] und [Dämonen] gemeint ist. Auch stehen die Weißmagier der Hesindekirche, bisweilen sogar der Praioskirche nahe.

Die Graue Gilde

Die Große Graue Gilde des Geistes ist deutlich liberaler in ihren Einschränkungen als die Weiße Gilde, jedoch wesentlich moralischer als die Schwarze Gilde. Die Graue Gilde setzt sich häufig für Lehrfreiheit, jedoch auch für verantwortlichen Umgang mit diesem Wissen ein. So gibt es durchaus Elementaristen und sogar Dämonologen innerhalb der Grauen Gilde. Ein Graumagier würde jedoch keinen Dämonen aus Forscherdrang auf Sklaven hetzen oder sich für heilmagische Zwecke „Patienten schaffen“.

Die Schwarze Gilde

Die Bruderschaft der Wissenden, besser bekannt als die Schwarze Gilde, ist eher ein loser Verbund von Magiern und Magierakademien, als eine echte Organisation. Einig ist man sich einzig bei der Frage nach Lehrbeschränkungen: Es darf keine geben! Obwohl Weißmagier da anderer Auffassung sein dürften, sind Schwarzmagier keinesfalls immer „böse“. Sie haben jedoch eine äußerst fragwürdige Moral, sei es im Umgang mit Dämonologie oder mit „Feldversuchen am lebenden Objekt“.

Ausbildung

Aufnahme

Viele Eltern nehmen große Mühen auf sich, wenn sie den Verdacht hegen ihr Kind habe „die Gabe“. Jede Magierakademie ist in der Lage dies zu überprüfen und es ist stets eine große Ehre für eine Familie einen „echten Magier“ in der Familie zu haben. Viele Akademien (aber auch die Magiergilden selbst) haben Magier angestellt, die durch die Lande reisen, um neue Zöglinge zu finden. Die eigentliche Aufnahme an die Akademie findet jedoch meist erst mit neun oder zehn Jahren statt.

Elevium

Die ersten drei Lehrjahre bekommen die Eleven vorerst die Grundlagen gelehrt: Lesen, Schreiben, Arithmetik, Geschichte, Magiekunde sowie die Grundlagen akademiespezifischen Wissens. Neben der Schule müssen die Eleven oft Haushaltsarbeiten für die Akademie oder die Lehrmeister erledigen. Eleven werden oft und regelmäßig ob ihrer weiteren Eignung geprüft und nicht selten wird ein Eleve für untauglich eingestuft und bekommt entweder gar keine weitere Ausbildung (und endet als Scharlatan) oder wird im Falle einer besseren Eignung an eine andere Akademie weitergeleitet (deutlich häufiger).

Novizium

Das ebenfalls dreijährige Novizium ist der nächste Schritt der Ausbildung. Der Unterricht wird deutlich detaillierter und hier beginnt auch der erste ernsthafte magische Unterricht. Haushalts- und Aushilfsdienste werden seltener und die jungen Schüler dürfen z.B. Laborgeräte zum ersten mal nicht nur reinigen, sondern unter Anleitung einsetzen. Oft lernen die Novizen ihre Lehrmeister hier erst besser kennen, da der Unterricht von Eleven auch oft von anderen Schülern oder Nichtmagiern gehalten wird. Der erste echte eigene Zauber (meist ein Odem Arcanum oder Flim Flam Funkel) gelingt meist im zweiten Jahr des Noviziums und ist ein schweißtreibender aber erhebender Erfolg.

Studium

Nach bestehen der Arkanatio nennt sich der Zauberschüler Studiosus. Dieser ebenfalls dreijährige Teil der Ausbildung ist wiederum deutlich anspruchsvoller. Vertiefende Magietheorie, das Lernen im Selbststudium, Spezialvorträge und natürlich ausgiebiges lernen und verbessern der von der Akademie gelehrten Zauber sind das Tagwerk des Studiosos. Zudem ist er oft Tutor für Eleven und geht seinen Dozenten bei ihren Forschungsprojekten zur Hand. Studiosi gehen auch oft mit auf Exkursion. Sei es das Kampfmagier einige Monate bei der Armee, oder Heilmagier einige Zeit in einem Hospital arbeiten, oder auch einen Lehrmeister einige Monate bei einem auswärtigen Forschungsprojekt begleiten.

Examinatio

Am Ende des Studiums überzeugt der Studioso seine Lehrmeister von seiner Befähigung. Gelingt ihm dies, wird er als Candidatus zur Examinatio zugelassen. Es geschied zuweilen das ein Candidatus bei seiner Abschlussprüfung scheitert und ein Jahr „nachsitzen“ muss. Es ist jedoch kein Fall bekannt, andem ein akzeptierter Candidatus komplett scheiterte und seine Ausbildung beenden musste. Nach bestandener Examinatio (die von Akademie zu Akademie unterschiedlich ausfällt), bekommt der Magier sein Akademie- und Gildensiegel, seinen Stab und seine Robe und darf sich fortan Adeptus nennen. Einige Adepten bleiben an den Akademien, um weiter zu studieren und sich für eine Lehrmeistertätigkeit zu bewerben, andere zieht es in die weite Welt hinaus und wieder andere bekommen ein Forschungsprojekt oder machen sich als niedergelassene Magier selbstständig.

Die Akademien

Name der Akademie Ort Gilde Schwerpunkt Anmerkungen
Universität von Al´Anfa Al´Anfa schwarz Kampf Leibwächter oder Seemagier
Kampfseminar Andergast Andergast grau Kampf
Schwert und Stab zu Beilunk Gareth weiß Kampf Ultrakonservative Reichsakademie, früher [Beilunk] heute in [Gareth]
Akademie der Geistreisen Belhanka grau Bewegung Sehr liberale Akademie im Horasreich
Halle des vollendeten Kampfes Bethana grau (früher weiß) Kampf Kürzlicher Gildenwechsel im horasischen Thronfolgekrieg
Dunkle Halle der Geister Brabak schwarz Beschwörung (Dämonen) Pflegen einen Ruf der Inkompetenz, jedoch aktuell die besten Dämonologen Aventuriens
Seminar der elfischen Verständigung und natürlichen Heilung Donnerbach gildenlos Verständigung / Heilung gute Kontakte zur Grauen Gilde
Konzil der Elemente Drakonia grau Beschwörung (Elementar) Sehr kompetent, aber völlig weltfremd und erst wenige Jahre bekannt
Akademie der Herrschaft Elenvina weiß Beherrschung Eher veraltete Unterrichtsmethoden
Bannakademie Fasar Fasar gildenlos Antimagie Geheime Akademie für Leibwächter
Akademie der geistigen Kraft Fasar schwarz Beherrschung Sehr reiche und dekadente, aber durchweg kompetente Akademie
Halle des Quecksilbers Festum grau Veränderung Oft sehr weltliche „Lohnmagier“
Akademie der magischen Rüstung Gareth weiß Antimagie Leibwächter des mittelreichischen Adels
Schule des direkten Weges Gerasim grau Bewegung Sehr elfisch geprägte Magierakademie
Akademie der Erscheinungen Grangor grau Illusion & Geister
Drachenei Akademie Khunchom grau Veränderung Artefaktmagier und -händler
Halle der Antimagie Kuslik grau Antimagie Reichsakademie des Horasreiches
Halle der Metamorphosen Kuslik weiß Verwandlung
Institut der arkanen Analysen Kuslik alle Metamagie Nur Zweit- und Drittstudium
Akademie der Verformungen Lowangen grau Verwandlung
Halle der Macht Lowangen schwarz Beherrschung
Akademie des magischen Wissens Methumis weiß Hellsicht
Zauberschule des Kalifen Mherwed grau Beschwörung (Elementar) Einzige Magierakademie des Rastullahglaubens, keine Abgänger vor 1021 BF
Schule der variablen Form Mirham schwarz Veränderung
Schule der Beherrschung Neersand grau Beherrschung
Halle des Lebens Norburg weiß Heilung
Akademie von Licht und Dunkelheit Nostria weiß Veränderung
Halle des Windes Olport gildenlos (früher grau) Beschwörung (Elementar) Elementaristen und „Piratenmagier“
Schule der Austreibung Perricum weiß Antimagie Exorzisten und Seelenheiler
Akademie der hohen Magie Punin grau Metamagie / Beschwörung (beides) „Was in Punin nicht bekannt ist, gibt es nicht.“ Jedoch große Stubenhocker
Pentagramm Akademie Rashdul grau Beschwörung (siehe Info) Früher Dämonologie und Elementarismus, zwischenzeitlich nur Dämonologie, heute nur Elementarismus
Stoerrebrandt-Kolleg Riva grau Kampf / Hellsicht Akademie des Handelshauses [Stoerrebrandt]
Informations-Institut Rommilys weiß Hellsicht [Mittelreich]ische Reichsakademie, enge Zusammenarbeit mit mittelreichischem Geheimdienst [KGIA]
Kreis der Einfühlung Salamandersteine gildenlos Verständigung Sehr elfisch geprägt
Schule der Hellsicht Thorwal grau Hellsicht Politisch absolut Neutral
Schule des Wandelbaren Tuzak grau Verwandlung Geschlossen, jedoch als “Schule der vierfachen Verwandlung“ in Sinoda wiedereröffnet
Anatomische Akademie Vinsalt weiß (früher grau) Heilung Seit 1014 BF Weiße Gilde
Bannakademie Ysilia Ysilia grau (früher weiß) Antimagie Von 1016-1020 BF Mitglied der Grauen Gilde, danach geschlossen
Schule des seienden Scheins Zorgan grau Illusion Als Gauklerschule verrufen, aber dennoch äußerst kompetent

Titel & Ämter

Titel Bedeutung Anmerkung
Eleve / Elevin Schüler in den ersten 3 Lehrjahren
Novize / Novizin Schüler in den zweiten 3 Lehrjahren
Studioso / Studiosa Schüler in den letzten 3 Lehrjahren
Candidatus / Candidata Schüler vor der Abschlussprüfung
Adeptus / Adepta Ausgebildeter Magier Früher noch in Adeptus Minor und Adeptus Maior unterteilt
Magus / Maga Erfahrener Magier Magier mit größerer Erfahrung, nach etwa 10 Jahren oder absolviertem Zweitstudium
Archomagus / Archomaga Herausragende Magier Ehrentitel für die anerkannt größten Magier
Amt Bedeutung Anmerkung
Magister ordinarius / Magistra ordinaria Lehrer Fester Lehrstuhl
Magister extraordinarius / Magistra extraordinaria Lehrer Gastdozent
Magister magnus / Magistra Magna Dekane Auch für herausragende Leistungen verliehen
Spektabilität Akademieleiter
Convocatus / Convocata Gildenrat Beschränkte Posten
Convocatus Primus / Convocata Prima Gildenleiter Weiße Gilde: Saldor Foslarin, Graue Gilde: Elcarna Erillion von Hohenstein, Schwarze Gilde: Salpikon Savertin
 
magier.txt · Zuletzt geändert: 18.03.2011 12:47 von felandrion
 
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