Maraskan

Derographie

Maraskan ist eine Inselkette im Osten Aventuriens.
Sie besteht aus der Hauptinsel Maraskan und eigen wesentlich kleineren Inseln.
Mit einer Ausdehnung von 650 x 250 Meilen ist Maraskan die größte Insel Aventuriens.
In der Mitte der Insel liegt ein Gebirge (die Maraskankette) und zwischen Gebirge und Küste liegt der gefährlichste Dschungel Aventuriens

Die Einwohner

Das Wesen des Maraskaners


„Einzigartigkeit“ ist das Schlimmste, das einem Maraskaner einfällt. Alles hat zwei Seiten und so ist auch der Maraskaner. Er ist stets höflich und freundlich und bereit einen jeden als Bruder oder Schwester zu begrüßen und doch ist er stets distanziert, wissend das die ganze Welt seine Brüder und Schwestern sind. Der Maraskaner ist stets bemüht Informationen weiterzutragen, so das man nach kürzester Zeit (auch ungefragt) weiß, das der Nachbar seine Frau nicht gut behandelt und das die Schwester des Wirtes ein Kind von dem Ritter von neulich erwartet. Und doch gibt es Geheimnisse auf Maraskan, die jeder Maraskaner weiß und die doch nie in die Ohren eines Fremden gelangen werden. Der Maraskaner ist ein Ketzer, da er die Zwölfgötter als seine Geschwister anspricht und dabei auch durchaus einmal Kritik übt. Aber selbst ein Praios-Geweihter wird dem maraskanischen Volk Respekt zollen, wenn er sieht mit was für einem Einsatz die Maraskaner sich gegen Dämonen und Dämonologen wenden. Dazu kommt, das Maraskaner durchaus anpassungsfähig sind, jedoch nur in Aspekten die ihm selbst als anpassungswürdig erscheinen.

Land und Leute


Die meisten Maraskaner leben in den wenigen Großstädten Maraskans. Das Essen ist scharf und lehrreich (man weiß stets, wo es sich im Körper befindet), man trägt möglichst bunte Kleidung (auf Maraskan wurde der Stoffdruck erfunden) und man betreibt Kladj (sprich Klatsch) mit dem Nachbarn. Die Maraskanerin trägt ihre Haare gerne in kompizierten Zopffrisuren.
Eine aventurienweit berühmte (und berüchtigte) Kunstform auf Maraskan sind die Honinger Geschichten. Diese Form des Theaters hat mehrere Merkmale: Sie spielen außerhalb Maraskans (weit weg), sie ignorieren (oder veralbern) jegliche tatsächliche Begebenheit (der Magierkaiser von Thorwal) und es gilt als schick wenn viele Personen in der Geschichte sterben (50% sind Pflicht, 75% erstrebenswert, 99% perfekt). Es kann durchaus geschehen das bei einer Honinger Geschichte mit sechs Schauspielern bis zu 200 Charaktere möglichst blutig sterben.
Auf der Insel die sich eigentlich seid Jahrhunderten in einer Art Kriegszustand befindet, gibt es natürlich viele Waise. Oder besser sollte es geben. Praktisch gibt es auf Maraskan nicht ein einziges Waisenkind, da hier oft und gerne adoptiert wird (genaugenommen muss man nicht mal Waise sein um adoptiert zu werden).

Der Glaube


Die Maraskanische Religion ist der Glaube an Rur und Gror. Diese schließt die Zwölfgötter zwar nicht aus, macht aus ihnen jedoch fehlbare, wenn auch unheimlich mächtige Wesen die den Auftrag haben auf die Schöpfung aufzupassen. Der Glaube an die Gottzwillinge beinhaltet den Glauben an eine stete Wiedergeburt und an die absolute Schönheit der Welt. Bei unschönen Dingen, fehlt dem Betrachter einfach nur die Fähigkeit, die Schönheit zu erkennen. Die explizite Ausnahme hiervon sind Dämonen: Die Äthrajin bedrohen Rurs Schöpfung und sind mit allen Mitteln zu bekämpfen.
Die Besatzer haben natürlich ihre eigenen Götter mitgebracht, aber die Tempel der Zwölfe gibt es höchstens noch auf Weiß-Maraskan. In den von Helme Haffax kontrollierten Gebieten gibt es das ein oder andere Insanctum (Unheiligtum) in dem die Dämonenanbeter zu ihren Erzdämonen beten.

Geschichte

Frühgeschichte

Vor etwa 3.000 Jahren führten die Menschen Krieg gegen die Echsen. Der Magier Bastrabun schaffte es die Echsen vom Festland auf die Insel Marustan zu verbannen und erklärte die Insel zum Bannland. Kein Tulamide (damals gleichbedeutend mit: Kein Mensch) sollte dort hin reisen, mit dort Handel treiben oder irgend etwas sonst mit dieser Insel zu tun haben.

Viele Jahrhunderte später gab es den kleinen Ferkinastamm der Beni Rurech. Der Stamm war bei anderen nicht gut gelitten. So wurden die Beni Rurech aus vielen Gebieten vertrieben, bis sie schließlich als einzigen Ausweg Marustan sahen und dorthin übersiedelten. Sie nannten die Insel fortan Maraskan und auch wenn später viele Menschen anderer Völker auf die Inseln kamen, prägten die Beni Rurech die heuten Einwohner Maraskans mehr als jede andere Kultur.

Der Maraskaner ist für seine rebellische und philosophische Lebenseinstellung bekannt. Jeder maraskanische Herrscher konnte das unmittelbar nach der Machtübernahme bestätigen. Die beliebtesten Todesursachen maraskanischer Herrscher sind Speiseunglücke, Treppenstürze und Reitunfälle.

Die Maraskanischen Könige starteten zwei Versuche auch Land auf dem Festland zu erobern. In beiden Fällen fielen Maraskaner in der Stadt Thalusa ein und besiegten ein Heer, das um ein vielfaches größer war. Dies hatte zur Folge das Maraskaner als regelrechte Schwertmeister gelten und das in Thalusa „Maraskan“ bis heute im Sprachgebrauch das Wort „Massaker“ ersetzt hat. In beiden Fällen erlitt der Herrscher der den Angriff befohlen hatte einen „Unfall“ und die Truppen wurden wieder zurückgerufen.

Vor nicht ganz 50 Jahren eroberte Kaiser Reto Maraskan und machte es zum Königreich innerhalb des Kaiserreichs. Der Grund warum Reto als maraskanischer Herrscher so lange lebte, war schlicht das er sich weit weg von Maraskan hielt. Kaum war er tot rebellierten die Maraskaner wieder, so das Retos Sohn Hal der Insel wieder einen Besuch abstatten musste.

Aktuelle Geschichte

Der Dämonenmeister Borbarad wählte nach seiner Rückkehr Maraskan zum ersten Ziel. Als Berater getarnt beherrschte er den kaiserlichen Statthalter und öffnete auf Maraskan mehrere Pforten in die Niederhöllen. Zunächst wurde er offen zurückgeschlagen und Helme Haffax wurde Herrscher von Maraskan. Der verdiente Recke des Mittelreichs war jedoch zum Feind übergelaufen und wurde Herrscher von Borbarads Gnaden. Die Templer von Jergan, ein Orden der Rondrakirche, lief ebenfalls komplett zum Feind über. Sie paktierten mit Rondras erzdämonischem Gegenspieler Belhalhar und sicherten die Herrschaft von Helme Haffax und Borbarad.
Der Dämonenmeister ist mittlerweile besiegt. Helme Haffax kontrolliert jedoch nach wie vor den größten Teil Maraskans (Schwarz-Maraskan genannt). Nur im Süden gibt es einige Gebiete, die maraskanische Freischärler für sich erobern konnten. So rebellieren die Maraskaner weiter, diesmal jedoch mit Unterstützung des Mittelreichs und anderer Reiche.
Eine alte Prophezeihung der Beni Rurech wurde kurz vor dem Auftauchen des Dämonenmeisters gefunden und entschlüsselt. Durch diese Prophezeihung war die Priesterschaft von Rur und Gror vorgewarnt, so das noch vor seinem Auftauchen tausende von Maraskanern die Insel verließen und ins Exil gingen. In den Städten Festum, Zorgan und Khunchom sind in dieser Zeit schlagartig Maraskanerviertel entstanden. Diese Bewohner dieser Viertel hatten nicht die Zeit sich irgendwie umzugewöhnen, so das man mit Sitten, Gebräuchen, Tempeln und sogar Architektur umgezogen ist.

 
maraskan.txt · Zuletzt geändert: 29.04.2011 18:20 von felandrion
 
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